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GCSnews 19/2018 (Juli 2018) - Sonderausgabe ISC18

GCS auf der ISC18

Als einer der wichtigsten Förderer und Unterstützer der jährlich im Juni in Deutschland durchgeführten Internationalen Supercomputing Conference (ISC), beteiligte sich das Gauss Centre for Supercomputing (GCS) in vielfacher Weise auch in diesem Jahr auf dem in Frankfurt am Main vom 24. bis 28. Juni veranstalteten Kongress und der Ausstellung zu High-Performance Computing (HPC). Das GCS hatte zu einer „Special Session“ zum Thema Höchstleistungsrechnen in Deutschland eingeladen, vergab den jährlich ausgelobten GCS-Award für das beste auf der Konferenz eingereichte technische Paper, und es unterstützte in diesem Jahr gleich drei Studententeams, die sich für den Student-Cluster-Wettbewerb qualifiziert hatten. Darüber hinaus fungierten Repräsentanten der drei GCS-Zentren HLRS (Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart), JSC (Jülich Supercomputing Centre) und LRZ (Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften) als Leiter, Sprecher oder Moderatoren in zahlreichen Sitzungen, Tutorials, PhD-, Poster-, Birds-of-a-Feather- oder anderen Workshops.

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Selbstverständlich war das Gauss Centre wieder mit einem gemeinsamen Messestand präsent, der sich erneut als eine der wichtigsten Anlaufstellen für Anwender aus Wissenschaft und Forschung, für IT- und HPC-Experten aus Wirtschaft und Industrie, für HPC-Medienvertreter sowie für Freunde und Partner der drei GCS-Zentren erwies. Die Leiter der drei Zentren, Prof. Dieter Kranzlmüller (LRZ), Prof. Thomas Lippert (JSC) und Prof. Michael M. Resch (HLRS), der GCS-Geschäftsführer Claus Axel Müller wie auch die Mitarbeiter der GCS-Zentren standen dort den HPC-Interessierten als kundige Ansprechpartner zur Verfügung, um sich zu aktuellen Neuigkeiten, Trends und Entwicklungen in der Welt des Höchstleistungsrechnens auszutauschen.

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Neues EU Centre of Excellence am HLRS: EXCELLERAT

In Stuttgart wurde ein neues, von der Europäischen Union mit rund 8 Millionen € gefördertes Centre of Excellence (CoE) gegründet, welches zum Ziel hat, HPC-Expertise und zukunftsweisende Entwicklungen aus dem HPC-Umfeld in noch stärkerem Maße als bisher in die Welt des Ingenieurswesens zu transferieren. Das CoE mit dem Name EXCELLERAT, das durch das HLRS unter der Leitung von Dr. Bastian Koller koordiniert wird, umfasst ein Konsortium von insgesamt 13 Partnern in sieben europäischen Ländern. Oberste Aufgabe von EXCELLERAT wird es sein, bedeutende Anwendungen für HPC im Hightech-Ingenieursbereich – mit Fokus auf Kraftfahrzeug-, Luftfahrt- und Verbrennungstechnik – zu betreuen, wobei großes Augenmerk der Optimierung und Ausweitung dieser Technologien auf die nächste Generation von (Exascale-) Supercomputern gilt. Der von den Kooperationspartnern gemeinschaftlich bereitgestellte Support und insbesondere die zielgerichtete Einbeziehung von Industrievertretern und Technologiespezialisten außerhalb des Konsortiums sollen gewährleisten, dass die Welt des Engineerings schnellstmöglich die Vorteile und Effizienz der neuen Technologien nutzen kann und somit die europäische Wettbewerbsfähigkeit stark verbessert wird. Das CoE EXCELLERAT nimmt am 1. Dezember 2018 offiziell seine Arbeit auf und wird gefördert bis zum 30.11.2021. Ein Teil des Projektes wird sein, ein passendes Geschäftsmodell zu erstellen und somit die Nachhaltigkeit des CoE auch über die Projektlaufzeit hinaus zu sichern. Weitere Informationen

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SuperMUC Status & Results Workshop 2018

Am LRZ in Garching bei München trafen sich im Juli d. J. die Nutzer des SuperMUC-Höchstleistungsrechners zum “SuperMUC Status and Results Workshop”. Auf der Veranstaltung, die am LRZ im zweijährigen Turnus abgehalten wird, stellten Forscherinnen und Forscher in fast 40 Präsentationen die wissenschaftlichen Ergebnisse ihrer auf SuperMUC durchgeführten Forschungsprojekte vor und nutzten die Gelegenheit zum Erfahrungs- und Wissensaustausch. Die Sprecherinnen und Sprecher repräsentierten annähernd alle Gebiete der Wissenschaft, wie z. B. die Astro- und Grundlagenphysik, Computer- und Ingenieurwissenschaften, Lebenswissenschaften oder Geophysik. Komplettiert wurden die Vorträge durch Posterpräsentationen, die beim gemeinsamen abendlichen Umtrunk begutachtet und diskutiert wurden. Im abschließenden Anwenderforum hatten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zudem die Möglichkeit, ihre Anforderungen und Erwartungen an aktuelle und künftige HPC-Technologien mit den Systemadministratoren und Anwendungsexperten des LRZ zu diskutieren.
Alle auf dem LRZ-Workshop präsentierten Projekte sind in der aktuellen „SuperMUC-Berichtssammlung“ des LRZ enthalten. Die digitale Version des Bands “High Performance Computing in Science and Engineering, Garching/Munich 2018” steht in verschiedenen elektronischen Formaten auf der LRZ-Webseite zum Herunterladen bereit.

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HLRS: Golden Spike Awards würdigen herausragende Leistungen in den Simulationswissenschaften

Auf dem jährlich stattfindenden HLRS Results & Review Workshop präsentierten am 4. und 5. Oktober ausgewählte Nutzerinnen und Nutzer ihre auf dem HLRS-Höchstleistungsrechner Hazel Hen durchgeführten computergestützten wissenschaftlichen Arbeiten und deren Ergebnisse. Die Projekte repräsentierten die ganze Bandbreite der Forschung, von Ingenieur-, Material- und Lebenswissenschaften über Wetter-, Klima-, Umwelt- und Grundlagenforschung in der Chemie, der Physik, Astro- und Festkörperphysik bis zur Informatik. Insgesamt wurden 22 Vorträge und 19 Poster präsentiert. Höhepunkt des Workshops war auch in diesem Jahr die Verleihung der inzwischen legendären „Golden Spike Awards“. Die Experten des Lenkungsausschusses des HLRS würdigten mit dieser Auszeichnung besonders herausragende Leistungen und Erkenntnisse sowie die sehr effiziente Nutzung des Höchstleistungsrechners. Über einen „Golden Spike“ konnten sich diesmal freuen: Mathis Bode (Institut für Technische Verbrennung, RWTH Aachen), Travis Jones (Anorganische Chemie, Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin) und Christoph Wenzel (Institut für Aerodynamik und Gasdynamik, Universität Stuttgart). Weitere Informationen

Alle auf dem Workshop vorgestellten Forschungsergebnisse werden im Tagungsband „High Performance Computing in Science and Engineering ’18“ (Springer-Verlag GmbH, Heidelberg) veröffentlicht.

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Thomas Lippert ist neuer Vorsitzender des PRACE-Councils

Prof. Dr. Dr. Thomas Lippert, Leiter des Jülich Supercomputing Centre und Vorstandsmitglied des GCS, wurde im Juni d. J. in Amsterdam zum Vorsitzenden des PRACE-Councils (Partnership for Advanced Computing in Europe) gewählt. Er wird eine zweijährige Amtszeit in dieser Funktion innehaben. Der PRACE-Council ist das höchste Entscheidungsgremium in PRACE und überwacht die Forschungsinfrastruktur und den Zugang der Nutzer zu den Ressourcen der PRACE Mitgliedsorganisationen. Lippert war im Januar 2018 als GCS-Vorstandsmitglied zum deutschen Delegierten ernannt worden. Seit der offiziellen Gründung von PRACE ist er an dessen Entwicklung und Leitung beteiligt, so z. B. als Berater von Prof. Dr. Achim Bachem, ehemaliger Direktor des Forschungszentrums Jülich und Gründungsvorsitzender des PRACE-Councils. Die Rolle des deutschen Delegierten in PRACE nimmt seit Juli d. J. Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller, Vorsitzender des Direktoriums des LRZ, ein. Link

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Neues NIC-Exzellenzprojekt am JSC

Die NIC-Rechenzeitkommission vergibt regelmäßig den Titel „NIC-Exzellenzprojekt“ an herausragende Simulationsprojekte. Auf seiner letzten Sitzung beschloss der Vorstand, Prof. Simon Trebst (Institut für Theoretische Physik, Universität zu Köln) für sein Projekt „Simulation quantenmechanischer Vielfermionensysteme“ zu ehren. Das Projekt, dem auf JUWELS Rechenzeit eingeräumt wurde, nutzt verschiedene Methoden, um das Vielfermionenproblem anzugehen. Die Vielzahl der numerischen Daten dieses Projekts werden neben einer traditionellen Analyse auch mit leistungsstarken Algorithmen aus dem Bereich des maschinellen Lernens untersucht. Hierbei steht die Entwicklung von neuartigen Algorithmen für ein automatisiertes Auffinden neuartiger Quantenphasen im Zentrum der Entwicklung. Weitere Informationen

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BW-Innenminister Strobl läuft für Digitalisierung

Unter dem Motto „Digitalisierung: Läuft!“ joggte am 27. Juli die Delegation eines Expertennetzwerks gemeinsam mit dem baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl über den Vaihinger Forschungscampus. In der Läufergruppe, die vom deutschen Ultramarathonläufer und Ex-Vizeweltmeister über 100 km Jürgen Mennel angeführt wurde, befanden sich auch Vertreter des HLRS und der SICOS BW, die kleine und mittelständische Unternehmen bei der Nutzung von HPC unterstützt. Die Aktion zielte darauf ab, für die Digitalisierungsstrategie der Landesregierung Baden-Württemberg vermehrte Aufmerksamkeit zu generieren. Auf der Pressekonferenz am HLRS, die dem sportlichen Event vorausgegangen war, betonte der Direktor des HLRS, Professor Michael M. Resch, die hervorragende Zusammenarbeit von Politik, Forschung und Wirtschaft in Baden-Württemberg, und Innenminister Thomas Strobl appellierte an den Mut, in der Digitalisierung auch Risiken einzugehen.

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GCS-Zentren auf der SC18 in Dallas, Texas

In Dallas, Texas findet vom 11. bis 16. November die diesjährige Supercomputing Conference (SC18) statt. Neben einer Messe bieten ein technisches Rahmen- und das Konferenzprogramm den Teilnehmern zahlreiche Austauschmöglichkeiten zu Schlüsselfragen und Neuentwicklungen zu HPC, Networking, Speicherung und Analyse, aber auch zu Software- und Hardware-Entwicklung bis hin zu Anwendung, Forschung und Systemerfahrung. Auch dieses Jahr werden die drei GCS-Zentren im Ausstellungsteil der Veranstaltung präsent sein.

Im Mittelpunkt des JSC-Auftritts (Stand Nr. 3453) steht die Vorstellung des neuen modularen Supercomputers JUWELS. Als ein Anwendungsschwerpunkt wird die Erdsystemmodellierung (ESM) vorgestellt. Dabei werden Resultate von Klimamodellierungen auf unterschiedlichen Skalen in Videos gezeigt und klimarelevante Daten mittels eines Augmented-Reality-Systems visualisiert. Darüber hinaus werden hauseigene HPC-Softwarewerkzeuge sowie die Anwenderunterstützung des JSC präsentiert. * Der Stand Nr. 3627 des HLRS bringt dieses Jahr den Schwarzwald nach Dallas. Mit dem Gleitschirmflugsimulator können Pilotinnen und Piloten einen Rennparcours über der Waldlandschaft abfliegen. Wer die Bestzeit aufstellen möchte, muss die Aufwinde erwischen. * Das LRZ setzt bei der SC18 auf vereinte Kräfte: Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Rechnerarchitektur & Parallele Systeme, dem Chair of Scientific Computing der Technischen Universität München, dem Munich Network Management Team der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Regionalen Rechenzentrum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wird bayerische Gemütlichkeit nach Dallas auf den Stand Nr. 1841 gebracht – getreu dem Motto: „Bits, Bytes, Brezel & Bier – Supercomputing in Bavaria“.

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SC18: GCS sponsert Studentencluster-Wettbewerbsteam "deFAUlt" der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Das GCS sponsert erneut ein Studententeam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, das sich für den Studentencluster-Wettbewerb des SC18 qualifiziert hat. Wie in den vergangenen Jahren beteiligt sich das GCS mit einem finanziellen Zuschuss, der es dem deutschen Team deFAUlt ermöglicht, die Reisekosten abzudecken. Die Studenten aus Franken werden, neben einem Team aus Polen, die einzigen europäischen Vertreter im 15 Teams umfassenden Studentenwettbewerb sein.
Wir wünschen der Gruppe um ihren Mentor Johannes Hofmann viel Spaß und insbesondere viel Erfolg bei ihrem ambitionierten und mutigen Unterfangen. Weitere Informationen

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Tags: GCSnews